Lynkos

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 21. Oktober 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend “AGB”) gelten für alle Verträge zwischen LYNKOS GmbH (nachfolgend “Anbieter”) und dem Kunden (nachfolgend “Nutzer”) über die Nutzung der SaaS-Plattform “LYNKOS” in der jeweils gültigen Fassung.

(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Nutzers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn und soweit der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

(3) Diese AGB richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Mit der Registrierung bestätigt der Nutzer, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt dem Nutzer über das Internet eine Software-as-a-Service (SaaS) Plattform samt mobiler App zur Verfügung, die insbesondere folgende Funktionsbereiche umfasst:

  • Planung von PV-Anlagen, Wärmepumpen und Klimaanlagen
  • Heizlastberechnung, auch aus Grundrissen und Raumscans
  • Angebots-Simulation und Wirtschaftlichkeitsberechnung
  • Lead- und Kundenmanagement (CRM), Termine und Kalender
  • Angebots-, Auftrags- und Rechnungserstellung
  • Dokumenten- und Fotoablage, Vor-Ort-Dokumentation
  • Unterstützung bei Förder- und Netzanträgen
  • Lagerverwaltung, Projekt- und Aufgabenmanagement, Zeiterfassung

Der genaue Funktionsumfang ergibt sich aus der Plattform in ihrer jeweils aktuellen Fassung.

(2) Der Leistungsumfang umfasst sämtliche Funktionsbereiche der Plattform. Die Vergütung richtet sich nach der Anzahl der lizenzierten Nutzerplätze (Seats) und dem gewählten Abrechnungszeitraum.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln und Funktionen anzupassen, soweit dies den vertraglich zugesicherten Leistungsumfang nicht wesentlich einschränkt.

(4) Schnittstellen zu Diensten Dritter (z. B. Microsoft 365, DATEV, Lead-Portale, Großhändler, Fördergeber) stellt der Anbieter bereit, soweit die Dritten sie anbieten. Für deren Verfügbarkeit und Leistungen ist der Anbieter nicht verantwortlich. Für die Nutzung kann ein eigener Vertrag des Nutzers mit dem Dritten erforderlich sein.

§ 3 Registrierung und Nutzerkonto

(1) Die Nutzung der Plattform erfordert eine Registrierung. Der Nutzer ist verpflichtet, wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen.

(2) Der Nutzer ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich. Er haftet für alle Aktivitäten, die unter seinem Konto stattfinden.

(3) Der Nutzer kann weitere Nutzerkonten (Mitarbeiter) innerhalb seiner Organisation anlegen, im Umfang der von ihm lizenzierten Nutzerplätze (Seats).

(4) Jeder Nutzerplatz ist einer einzelnen natürlichen Person zugeordnet. Zugangsdaten dürfen nicht weitergegeben werden; ein Nutzerkonto darf nicht von mehreren Personen genutzt werden, auch nicht abwechselnd.

(5) Zum Schutz der Konten gibt der Anbieter neue Geräte über einen Bestätigungscode an die hinterlegte E-Mail-Adresse frei. Je Nutzerkonto ist gleichzeitig nur ein Rechner und ein Mobilgerät (App oder Browser) aktiv; die Anmeldung auf einem weiteren Gerät derselben Art pausiert das bisherige.

(6) Stellt der Anbieter fest, dass ein Nutzerkonto von mehreren Personen genutzt wird, weist er den Nutzer in Textform darauf hin. Beendet der Nutzer die Mehrfachnutzung nicht innerhalb von 14 Tagen nach dem Hinweis, ist der Anbieter berechtigt, für jede weitere Person einen zusätzlichen Nutzerplatz zum jeweils gültigen Preis zu berechnen.

§ 4 Vergütung und Zahlung

(1) Die Vergütung richtet sich nach der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Preisliste des Anbieters.

(2) Alle Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit sie anfällt. Der Steuerbetrag wird auf der Rechnung gesondert ausgewiesen.

(3) Die Abrechnung erfolgt je nach gewähltem Abrechnungszeitraum monatlich oder jährlich im Voraus. Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe zu Beginn des jeweiligen Abrechnungszeitraums.

(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach vorheriger Mahnung einzuschränken oder zu sperren.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit Wirkung für die Zukunft anzupassen. Preisanpassungen werden dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform (E-Mail) angekündigt. Im Fall einer Preiserhöhung steht dem Nutzer ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung zu; hierauf wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Kündigt der Nutzer nicht bis zum Inkrafttreten, gilt der angepasste Preis ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Für bereits bezahlte Abrechnungszeiträume gilt die Erhöhung nicht.

§ 5 Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Plattform. Eine Verfügbarkeit von 100 % ist technisch nicht realisierbar.

(2) Planmäßige Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und dem Nutzer rechtzeitig angekündigt.

(3) Nicht als Ausfall gelten angekündigte Wartungsfenster sowie Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters, insbesondere höhere Gewalt, Störungen der Internetanbindung des Nutzers und Störungen von Diensten Dritter, die der Nutzer selbst anbindet (§ 2 Abs. 4).

§ 6 Datenschutz und Datensicherheit

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Nutzers gemäß der geltenden Datenschutzgesetze und der Datenschutzerklärung.

(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Nutzers verarbeitet, wird ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen.

(3) Die vom Nutzer eingegebenen Daten (z. B. Kundendaten, Projektdaten) verbleiben im Eigentum des Nutzers. Der Nutzer kann jederzeit den Export seiner Daten verlangen.

§ 7 Nutzungsrechte und -pflichten

(1) Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung der Plattform ein.

(2) Der Nutzer verpflichtet sich, die Plattform nicht missbräuchlich zu nutzen, insbesondere keine rechtswidrigen Inhalte einzustellen und keine technischen Schutzmaßnahmen zu umgehen.

(3) Der Nutzer ist für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der von ihm eingegebenen Daten selbst verantwortlich.

(4) Gegenüber seinen eigenen Kunden ist allein der Nutzer für Inhalt und Rechtmäßigkeit der mit der Plattform erstellten Angebote, Verträge, Rechnungen und Belehrungen verantwortlich. Textvorlagen des Anbieters (z. B. Widerrufsbelehrung, Zahlungsbedingungen) sind Hilfsmittel und keine Rechtsberatung; der Nutzer prüft sie vor der Verwendung für seinen Fall.

(5) Die Plattform ersetzt keine revisionssichere Archivierung. Die handels- und steuerrechtliche Aufbewahrung seiner Unterlagen stellt der Nutzer selbst sicher, z. B. über die Export-Funktionen.

(6) Der Anbieter darf den Nutzer mit Firmenname und Logo als Referenzkunden nennen. Der Nutzer kann dem jederzeit in Textform widersprechen.

§ 8 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten beruhen.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Die Plattform unterstützt Planungen und Berechnungen nach anerkannten Regeln der Technik (z. B. DIN EN 12831). Die Ergebnisse hängen von den Eingaben und Annahmen des Nutzers ab. Der Nutzer prüft Eingaben und Ergebnisse vor der Verwendung, insbesondere vor Angeboten an seine Kunden und vor Anträgen bei Fördergebern (z. B. KfW, BAFA) oder Netzbetreibern. Die Plattform ersetzt nicht die Fachkunde und Verantwortung des Nutzers als Fachbetrieb. Ertrags- und Wirtschaftlichkeitsprognosen sind Schätzungen.

(4) Einzelne Funktionen nutzen künstliche Intelligenz (z. B. zum Lesen von Grundrissen, Maßen oder Belegen). Solche Ergebnisse können fehlerhaft oder unvollständig sein und sind vom Nutzer vor der Verwendung zu prüfen.

(5) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch für die gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und aus übernommenen Garantien bleibt unberührt.

§ 9 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Nutzer wählt bei Vertragsschluss zwischen zwei Tarifen:

a) Monatsabo: Der Vertrag läuft einen Monat ab Vertragsbeginn, wird monatlich abgerechnet und verlängert sich jeweils um einen weiteren Monat. Er kann von beiden Seiten zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats gekündigt werden.

b) Jahresabo: Der Vertrag läuft zwölf Monate ab Vertragsbeginn und wird jährlich im Voraus zu einem vergünstigten Preis abgerechnet. Erfolgt keine Kündigung, verlängert er sich um jeweils weitere zwölf Monate. Er kann von beiden Seiten zum Ende der jeweiligen Laufzeit gekündigt werden.

(2) Die Kündigung erfolgt über das Abrechnungsportal im Nutzerkonto oder in Textform.

(3) Für Verträge, die bis zum 10. Oktober 2026 mit einer Laufzeit von zwölf Monaten und monatlicher Abrechnung geschlossen wurden, gilt die bei Vertragsschluss vereinbarte Laufzeit fort. Eine vorzeitige Kündigung wird dort erst zum Ende der Laufzeit wirksam.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(5) Nach Vertragsbeendigung werden die Daten des Nutzers für einen Zeitraum von 30 Tagen zum Download bereitgestellt und anschließend gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Der Nutzer exportiert innerhalb dieser Frist alle Daten, die er weiter benötigt oder aufbewahren muss.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.

(4) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht berührt und für den Nutzer zumutbar ist (z. B. Anpassung an geänderte Gesetze oder Rechtsprechung, neue Funktionen). Er kündigt die Änderung mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail an und weist dabei auf das Widerspruchsrecht und die Folgen hin. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb dieser Frist in Textform, gilt die Änderung als angenommen. Widerspricht er, gelten die bisherigen AGB fort; der Anbieter kann den Vertrag dann zum Ende der laufenden Laufzeit kündigen. Preisänderungen richten sich nach § 4 Abs. 5.