Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: August 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend “AGB”) gelten für alle Verträge zwischen LYNKOS GmbH (nachfolgend “Anbieter”) und dem Kunden (nachfolgend “Nutzer”) über die Nutzung der SaaS-Plattform “LYNKOS” in der jeweils gültigen Fassung.
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Nutzers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn und soweit der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
(3) Diese AGB richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Nutzer über das Internet eine Software-as-a-Service (SaaS) Plattform zur Verfügung, die folgende Funktionsbereiche umfasst:
- PV-Anlagenplanung (Modulbelegung, Stringplanung, Verschattungsanalyse)
- Heizlastberechnung
- Angebots-Simulation und Wirtschaftlichkeitsberechnung
- Lead- und Kundenmanagement (CRM)
- Angebots- und Rechnungserstellung
- Lagerverwaltung
- Projekt- und Aufgabenmanagement
(2) Der Leistungsumfang umfasst sämtliche Funktionsbereiche der Plattform. Die Vergütung richtet sich nach der Anzahl der lizenzierten Nutzerplätze (Seats) und dem gewählten Abrechnungszeitraum.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln und Funktionen anzupassen, soweit dies den vertraglich zugesicherten Leistungsumfang nicht wesentlich einschränkt.
§ 3 Registrierung und Nutzerkonto
(1) Die Nutzung der Plattform erfordert eine Registrierung. Der Nutzer ist verpflichtet, wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen.
(2) Der Nutzer ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich. Er haftet für alle Aktivitäten, die unter seinem Konto stattfinden.
(3) Der Nutzer kann weitere Nutzerkonten (Mitarbeiter) innerhalb seiner Organisation anlegen, im Umfang der von ihm lizenzierten Nutzerplätze (Seats).
§ 4 Vergütung und Zahlung
(1) Die Vergütung richtet sich nach der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Preisliste des Anbieters.
(2) Alle Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit sie anfällt. Der Steuerbetrag wird auf der Rechnung gesondert ausgewiesen.
(3) Die Abrechnung erfolgt je nach gewähltem Abrechnungszeitraum monatlich oder jährlich im Voraus. Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe zu Beginn des jeweiligen Abrechnungszeitraums.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach vorheriger Mahnung einzuschränken oder zu sperren.
(5) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit Wirkung für die Zukunft anzupassen. Preisanpassungen werden dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform (E-Mail) angekündigt. Im Fall einer Preiserhöhung steht dem Nutzer ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung zu; hierauf wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Kündigt der Nutzer nicht bis zum Inkrafttreten, gilt der angepasste Preis ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Für bereits bezahlte Abrechnungszeiträume gilt die Erhöhung nicht.
§ 5 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Plattform. Eine Verfügbarkeit von 100 % ist technisch nicht realisierbar.
(2) Planmäßige Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und dem Nutzer rechtzeitig angekündigt.
(3) Höhere Gewalt, Störungen bei Drittanbietern (z. B. Hosting, Cloud-Dienste) und andere vom Anbieter nicht zu vertretende Umstände begründen keinen Anspruch des Nutzers auf Minderung oder Schadensersatz.
§ 6 Datenschutz und Datensicherheit
(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Nutzers gemäß der geltenden Datenschutzgesetze und der Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Nutzers verarbeitet, wird ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen.
(3) Die vom Nutzer eingegebenen Daten (z. B. Kundendaten, Projektdaten) verbleiben im Eigentum des Nutzers. Der Nutzer kann jederzeit den Export seiner Daten verlangen.
§ 7 Nutzungsrechte und -pflichten
(1) Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung der Plattform ein.
(2) Der Nutzer verpflichtet sich, die Plattform nicht missbräuchlich zu nutzen, insbesondere keine rechtswidrigen Inhalte einzustellen und keine technischen Schutzmaßnahmen zu umgehen.
(3) Der Nutzer ist für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der von ihm eingegebenen Daten selbst verantwortlich.
§ 8 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten beruhen.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Die in der Plattform enthaltenen Berechnungen (insbesondere Heizlastindikation, Ertrags-Simulation, Wirtschaftlichkeitsberechnung) sind unverbindliche Richtwerte und ersetzen keine Fachplanung. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Berechnungsergebnisse.
§ 9 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen, sofern kein abweichender Abrechnungszeitraum vereinbart ist.
(2) Bei monatlicher Abrechnung kann der Vertrag von beiden Seiten jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden. Die Kündigung erfolgt über das Abrechnungsportal im Nutzerkonto oder in Textform.
(3) Bei jährlicher Abrechnung kann der Vertrag jederzeit zum Ende des laufenden Vertragsjahres gekündigt werden. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich der Vertrag um jeweils ein weiteres Jahr.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(5) Nach Vertragsbeendigung werden die Daten des Nutzers für einen Zeitraum von 30 Tagen zum Download bereitgestellt und anschließend gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.
(4) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Der Anbieter wird den Nutzer über Änderungen der AGB mindestens 30 Tage vor deren Inkrafttreten per E-Mail informieren. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die neuen AGB als akzeptiert.